»Eine Gemeinde ohne Musikklang ist wie ein
Frühling ohne Vogelsang.«

Auszug aus der Chronik

Liebe Freunde der Blasmusik!

Als Obmann der Bundesmusikkapelle Steinberg möchte ich Euch in einem kurzen Auszug die Geschichte der Kapelle seit ihrer Gründung vorstellen.

1952 bestätigte der damalige Dorfälteste Andreas Margreiter schriftlich, dass 1877 eine Musikkapelle mit sechs bis sieben Mann bestanden hatte.
Somit wurde 1877 als offizielles Gründungsjahr der Musikkapelle festgehalten.

Der erste genannte Kapellmeister war von 1895 bis 1908 Josef Fankhauser. Ihm folgte Josef Kühlechner, der von 1908 bis 1911 die Kapelle leitete. 1911 bis 1921 war Georg Neuhauser Kapellmeister. Es begann die Zeit des Johann Margreiter. Er war von 1921 bis 1931 Kapellmeister und zugleich ein hervorragender Lehrer der Musikanten. 1931 bis 1933 übernahm die musikalische Leitung Florian Ascher, der leider 1945 dem Krieg zum Opfer fiel.

Wiederum führte Johann Margreiter von 1933 bis 1946 den Taktstock. Diese Jahre waren wegen der Kriegszeit wohl die schwierigsten. Manchmal konnten die Ausrückungen nur mit neun bis zwölf Musikanten bestritten werden.

Nach Beendigung des Krieges begann von neuem der Aufbau der Musikkapelle mit dem jungen Kapellmeister Felix Rupprechter, der die Leitung von 1946 bis 1952 übernahm.

Im Jahre 1949 wurde der erste Ausschuss gebildet. Es wurden einstimmig Franz Lentsch als Obmann, Felix Rupprechter als Kapellmeister, Ludwig Thumer als Obmannstellvertreter und Franz Rupprechter als Zeugwart gewählt.
Seither ist die Musikkapelle Mitglied des Landesverbandes. 1950 erfolgte der Beitritt zum Musikbund Rattenberg und Umgebung, wohin wir bis heute eine sehr kameradschaftliche Verbindung haben. Zur ersten Jahreshauptversammlung im Jahre 1951 fuhr eine Abordnung mit dem „Ketten-Krad“ über die Gang nach Kramsach.

Von 1952 bis 1958 stand wiederum Johann Margreiter der Kapelle als musikalischer Leiter vor.
1953, um ein Jahr zu spät, wurde das erste Musikfest in Steinberg zum 75-jährigen Bestandsjubiläum, unter Beteiligung der Musikkapellen Rattenberg, Kramsach, Reith im Alpachtal und Achenkirch gefeiert.

Nun begann die große Ära des Josef Moser. Von 1958 bis 1993 leitete er mit viel Idealismus die Musik und führte sie zu zahlreichen großen Auftritten im In- und Ausland. Um 35 Jahre Kapellmeister zu sein, muss man Geduld, Können aber vor allem viel Liebe zur Musik mitbringen. Beim Festkonzert, im Juni 1996, wurde er daher für seine außergewöhnlichen Leistungen und Verdienste um die Musikkapelle zum Ehrenkapellmeister der Bundesmusikkapelle Steinberg ernannt.

Es ist mir ein großes Bedürfnis den Namen Franz Lentsch zu nennen. Er war von 1949 bis 1988 Obmann und durch seine Geschicklichkeit brachte er viel Kameradschaft und Zusammenhalt in die Musikkapelle. Durch sein außergewöhnliches Engagement konnten die ersten Auftritte über die Grenzen Tirols hinaus organisiert werden, wobei auch ein Fernsehauftritt in der Sendung „Zum goldenen Schuss“ im Jahr 1967 zählte und der für die damalige Zeit eine Sensation darstellte. Für seinen unermüdlichen Einsatz und seine großartigen Verdienste, wurde er im Jahr 1989 zum Ehrenobmann der Bundesmusikkapelle Steinberg ernannt.

Von 1988 bis 1993 war Robert Huber Obmann der BMK Steinberg. In dieser Zeit wurde durch seine große Initiative und seinem Idealismus unsere Festhalle erbaut, wofür wir ihm und allen freiwilligen Helfern nochmals recht herzlich danken.

Im Jahr 1994 übernahm der junge Johann Ascher mit viel Optimismus und Elan die musikalische Leitung der Kapelle. Ebenfalls im Jahr 1994 wurde Josef Lengauer zum Obmann gewählt. Diese Funktion übte er bis 2004 aus. Durch die ruhige, besonnene Art wurden in seiner Amtsperiode einige Änderungen im Musikjahr eingeführt. Ein Beispiel ist unser Festkonzert, welches ins Leben gerufen wurde.

Das Jahr 2001 brachte einen Kapellmeisterwechsel mit sich. Diese Aufgabe übernahm nun Thomas Moser, der älteste Sohn unseres Ehrenkapellmeisters, mit viel Zuversicht und neuem Schwung.

Die organisatorischen Aufgaben der Musikkapelle hatte von 2005 bis 2014 Josef Moser jun. inne. Mit viel Weitblick und Einsatzfreude übte er die Tätigkeit als Obmann aus und brachte viel Kameradschaft und Zusammenhalt in die Kapelle. In seine Funktionsperiode viel ebenso ein Kapellmeisterwechsel, welcher seit 2010 Matthias Lengauer heißt. Mit viel Engagement und Herzblut führt er diese Aufgabe aus und fordert uns Musikanten bei jedem Anlass aufs Neue.

Seit 2015 darf ich, Michael Lengauer, als Obmann der Bundesmusikkapelle Steinberg am Rofan vorstehen. Ich danke all meinen Vorgängern für die ausgezeichnete Arbeit und bin sehr stolz einen so tollen Verein führen zu dürfen.
Am Ende meiner Ausführungen möchte ich allen Freunden und Gönnern, sowie der Bevölkerung von Steinberg ein herzliches Vergeltsgott sagen und mit dem Satz schließen, den einmal der verstorbene Altbürgermeister Josef Rupprechter anlässlich einer Bezirksversammlung gesagt hat:

„Eine Gemeinde ohne Musikklang ist wie ein
Frühling ohne Vogelsang.“

Michael Lengauer, Obmann (2017)

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